Käthe Hansen

Moin, ihr Lieben
Mir ist aufgefallen, dass ich ja gegen alle Regeln der guten Erziehung verstoßen hab (ich Schlumpf🙈)
Knut meint, das wäre nicht so fürchterlich schlimm – ich kann’s ja jetzt nachholen.
Dann mach ich das doch mal.

Gestatten, mein Name ist Käthe Hansen. Wenn man meinen Kater Hansen (selbsternannter Herr des Hauses) fragt, bin ich einzig und allein dazu da, ihm die Futterdosen zu öffnen – und die Schranktür, um an die Leckerli zu kommen. Ich lass ihn einfach in dem Glauben

Er treibt sich eh so viel im Dorf und auf dem Sörensenhof herum, dass er gar nicht mitkriegt, was ich so alles mache. Ob ich zum Landfrauentreffen, zur Wassergymnastik oder zur Chorprobe gehe. Oder ehrenamtlich im Krankenhaus helfe, mich im Barkenholter Schützenverein engagiere – oder so schnöde Dinge wie den Haushalt mache. Das interessiert ihn auch nicht. Stattdessen steigt er den Miezen auf Knuts Hof nach oder schnüffelt im Garten herum.

Gottchen, Garten – ein Reizthema. Ich mag meinen Garten, ehrlich … aber dieses elende Unkraut jäten *Augen zuhalt. Seitdem mein Mann Fiete, Barkenholts letzterLandarzt, nicht mehr unter uns weilt, hab ich den wirklich stiefmütterlich behandelt. Wenn mein bester Freund und Nachbar Knut nicht wäre … ich würde wahrscheinlich schon in einem Urwald wohnen.
Na ja, er meinte zwar, mein Sohn Peter könnte Sonntags, wenn er mit seiner Frau Gesine und meinen Enkelkindern Thilo, Carolin und Fabienne zu Besuch kommt, ein wenig im Garten wursteln – aber mal ehrlich: Würdet ihr das von euren Kindern verlangen, wenn sie die ganze Woche hart arbeiten und man selbst in Rente ist?

Ich könnte ja, Zeit hab ich eigentlich genug. Und wenn Knut rüberkommt, lass ich ihn auch nicht allein. Ich brauche eben jemanden, der mir auf gut Deutsch ab und zu in den Hintern tritt – oder mich bremst, wenn ich wieder über die Stränge schlage. Genau das macht mein Knutchen

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